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DAX (XDAX) Analyse 26.08.2019 - 30.08.2019

Wenn sich Großmächte einen Handelskrieg liefern ...

Herzlich willkommen in einer neuen Woche liebe Leser,
wieder einmal haben wir keine so leichte Handelswoche hinter uns gebracht.
Beide Parteien die USA sowie China, liefern sich nun einen offenen Schlagabtausch in Sachen Zölle, so scheint es zumindest.

Wenn sich Großmächte einen Handelsstreit liefern kann dies böse enden.
Schon jetzt werden die Notenbanken am Ende handeln müssen. Die frage ist wer rettet irgendwann einmal die Retter ? 

Dafür gibt es aber dieses mal auch endlich eine ganz gute Nachricht.
Japan und die USA konnten sich auf einen Handels-Deal auf dem G7-Gipfel einigen. Dieser Deal Umfasst Produkte im Wert von mehreren Milliarden US-Dollar. 

Das heißt diese Woche sollte sehr volatil werden und große Handelsspannen ermöglichen.

So lange die Situation zwischen den Chinesen und der USA weiter eskaliert im Handelsstreit, sollte man jedoch sehr Vorsichtig im Markt agieren. 

In Sachen Brexit gibt es auch leider keine Erfolgsmeldungen und es dürfte den Handel ebenfalls diese Woche belasten.

Alles in allem ein sehr bärisches Umfeld diese Woche im DAX.

Wie gewohnt werden wir aber alles in den Gruppen weiter analysieren.



WSI-Team Analyse 

 

Teil 1 

 

 

Um zu wissen, welche Stimmung am Anfang der Tradingwoche in den Märkten herrschen könnte, sollten wir uns das Sentiment zum Marktschluss der letzten Woche ins Gedächtnis rufen. 

 

Und dieses war eindeutig ein absolut Nackenhaar-aufrichtendes, Augenliedern-flackerndes und Angstschweiß-hervorrufendes Risk Off Sentiment.

 

Wir möchten an dieser Stelle die Ereignisse des letzten Freitags nicht noch einmal aufrollen. Darum nur zur Erinnerung: China belegte US Waren im Wert von 75 Milliarden USD mit 10% Zöllen. Und das ganze 2 Stunden vor Powells Jackson Hole Rede. 🇺🇸🇨🇳 

 

Nach Powells Rede - welche dann nur noch zum zweit-wichtigsten Event des Tages wurde – twitterte Trump, dass es am Abend noch einmal eine Ankündigung seitens des weißen Hauses geben würde. Und genau diese Unsicherheit über den weiteren Verlauf des Abends löste pure Panik an den Märkten aus. 

 

Wie viele von Euch mit eigenen Augen und offenen Mündern gesehen haben, waren die Top-Performer des Freaky Fridays der JPY und der CHF. Diese werden – als generelle Regel – oft in Risk-Off Szenarien als sichere Häfen gekauft.

 

Yen-Paare kommen damit wieder an interessante Unterstützung-Level. Dies sieht man besonders brillant im AUD gegen den JPY, denn der australische Dollar wird – wegen seiner Abhängigkeit zu China – bei Handelsstreit Headlines stark verkauft. 

 

Wenn Ihr also der Meinung seid, dass der Handelsstreit weiter anhalten wird oder sogar weiter eskalieren sollte (und momentan sieht es danach aus), dann habt ein Auge auf den AUD/JPY und das folgende Unterstützungslevel. Ein Bruch könnte hier eine Menge Abwärtspotenzial freisetzen. 

Teil 2 - Dollar
Der Bewegung des USDs war – neben dem JPY und CHF – die treibende Kraft am Freitag. Wieso ist das so? Dazu müssen wir schon ein wenig anstrengen, Leute! Und uns ganz genau ins Gedächtnis rufen, welche Faktoren die US FED als Begründung für mögliche weitere Zinssenkungen genannt hatte.

zu den Faktoren, welche für einen fallenden USD sorgen könnten. Diese liegen – und dies ist für unser praktisches Trading sehr wichtig –eindeutig nicht in einer schwachen US Wirtschaft, sondern in möglichen negativen Konsequenzen – welche wirtschaftliche Sanktionen seitens China und eine mögliche Rezession in Europa – auf die U.S. Wirtschaft haben könnten. 🇺🇸🇪🇺

 

Die aktuellsten Indizien dafür haben wir am Freitag von Powell in Jackson Hole bekommen. Powell gab uns (Danke Jerome!) 3 eindeutige Faktoren, welche die FED momentan beobachtet und von welchen weitere Zinssenkungen abhängen werden:

 

✅ (1) Schwaches globales Wachstum

✅ (2) Handelsstreit Unsicherheit

✅ (3) Gedämpfte Inflation

 

Jegliche Nachrichten, welche einen dieser 3 Faktoren verstärken, führen – nach dem Denken der Wall Street – dazu, dass die Wahrscheinlichkeiten für weitere Zinssenkungen seitens der FED steigen. 

 

Am Freitag rückte der zweite Faktor (Handelsstreit Unsicherheit) in den Fokus der Trader. Dies führte zwar dazu, dass die Wahrscheinlichkeit für EINE Zinssenkung auf 95.0 % fiel, aber nur darum, weil die Wahrscheinlichkeit für ZWEI Zinssenkungen um 5.0% stieg:

Teil 3

 

Der Fokus der nächsten Woche wird also ganz klar auf der weiteren Entwicklung im Handelsstreit liegen. Die Chinesen wären nun wieder am Zug, um das Ping-Poll- Zoll-Tournier zwischen den USD und China fortzusetzen.

 

Sollten wir eine wirtschaftliche Reaktion seitens China bekommen, macht Euch schon einmal darauf gefasst Eure Trigger Finger auf die Sell Taste des USD/JPYs zu hämmern.

 

Für den Loonie sind die kanadischen BIP Daten am Freitag äußerst interessant. Warum? Naja, die BOC ist momentan die einzige Zentralbank unter den Majors, welche noch nicht über einen möglichen Zinssenkungszyklus diskutiert hat. 

 

Der kanadischen Wirtschaft geht es gut, jedoch sind ein enormer Risikofaktor fallenden Öl-Preise welche durch einen anhaltenden Handelskrieg hervorgerufen werden. Und sollten wir am Freitag Indizien dafür bekommen, dass auch die kanadischen Wirtschaft anfängt zu schwächeln, dann wird das den CAD enorm schwächen. 🇨🇦

 

Genau aus diesem Grund rechnen Wall Street Trader momentan eher mit einem schwächeren CAD. Denn sobald die BOC auch nur den kleinsten Tipp geben wird, dass Zinssenkungen ebenfalls ein Thema sind, dass macht Euch auf ein Feuerwerk im Loonie gefasst.

 

 

Falls Ihr einen schwächeren CAD spielen möchtet, dann shortet diesen eher gegen relativ stärkere Währungen wir dem JPY und CHF. 

Teil 4 

Diese Woche ist das ganz klare Thema die Frage, ob sich die negativen Entwicklungen im Handelsstreit weiter fortsetzen. Sollte dies der Fall sein, dann werden der JPY und CHF massiv gefragt sein und der AUD, NZD und USD eher verkauft werden. 🇯🇵🇦🇺🇳🇿

 

🏦Trumps Wort zum Sonntag 

 

Das weiße Haus hat eben bekanntgegeben, dass Trump bereut, die Zölle auf chinesische Waren nicht höher angesetzt zu haben. Dies sagte er nach seinem Meeting mit Boris Johnson während des heutigen G-7 Treffens.

 

 

Diese Aussage sollte das Risiko Sentiment am Montagmorgen nicht gerade unterstützen.

Teil 5

US-Japan Deal erreicht

 

Wow! Hier zur Abwechslung ein paar gute News. Im Ramen des G-7 Meetings in Frankreich haben die USA und Japan einen Trade Deal beschlossen. 

 

 

Es wird noch etwas an der Formulierung des Deals gearbeitet / Lighthizer sagt, dass die USA und Japan einen neuen Markt mit Waren im Wert von 7 Milliarden USD öffnen werden / Der Deal beinhaltet Agragprodukte, Industriezölle and und digitalen Trade / Lighthizer sagt, dass der Deal sehr vorteilhaft für Rindfleisch, Schwein und Weinhandel sein wird.

*Keine Anlageberatung. Keine Tradeempfehlungen. Keine Haftung. Traden auf eigenes Risiko.

 

Ende des WSI Previews
WSI-Team:
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Nun zum Technischen im XDAX:

 

Auf der Zeiteinheit 1-Std kommen wir aus der überkauften "Zone" und sind auf dem Weg in die überverkaufte "Zone". (RSI) (Signalstärke: Mittel/Stark - short).

 

Auf der Zeiteinheit 4-Std kommen wir aus der überkauften "Zone" und sind auf dem Weg in die überverkaufte "Zone". (RSI) (Signalstärke: Mittel/Stark - short).

 

Auf der Zeiteinheit 1-Tag kommen wir aus der überverkauften "Zone" und sind auf dem Weg Richtung überkaufte "Zone" (RSI) (Signalstärke: Mittel/Stark - long).

Heiken Ashi H1 = short.

Heiken Ashi H4 = short.
Heiken Ashi D1 = short. 


Wichtig ! Im Chart findet Ihr immer 2-3 Varianten (Bsp Var.1 / Var.2) des geschätzten Kursverlaufs. Wichtig hier bei sind Ziel, Widerstands und Unterstützungszonen.

Alle wichtigen Wirtschaftstermine findet Ihr wie gehabt in unserem (Click)->  Terminkalender

  

 Viel Erfolg und unerträgliche Gewinne wünscht euch euer Daytrader-Live Team !

 

 

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