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DAX (XDAX) Analyse 09.09.2019 - 13.09.2019

Ein kalter Wind weht...

Herzlich willkommen in einer neuen Woche liebe Leser,
nach einer sehr trägen letzten Woche sollte doch allmählich ein wenig Bewegung in den DAX kommen.
Diese Woche startet mit schwachen Zahlen aus China, was aber nicht ganz so schlimm ist, da wir diese Woche schon fast ein kleines Feuerwerk an interessanten Wirtschaftsterminen bekommen.

Dennoch merkt man langsam die Folgen des Handelskrieges auch in China. Die Wirtschaft kühlt ab und man könnte zu recht sagen, es weht ein kalter Wind an den Finanzmärkten.

Weiter Im Fokus sollte sein: Brexit, Zinsentscheid USA, Handelskrieg China/USA, Lage USA/Iran.
Diese Woche werde ich mich aus den genannten Gründen wiedermal bei den Bären platzieren und rechne mit einem schwächeren DAX.



Teil 1

 

Das WSI Sentiment 

 

Jeder erfolgreiche Wall Street Trader stellt sich am Sonntagabend – nachdem der Kater der Manhattan Champus-Parties langsam verklingt – die Frage nach dem momentanen Sentiment des Marktes. Dazu müssen wir unsere Forex-süchtigen-Gehirne noch einmal in die letzte Woche zurückversetzen.

 

Der Top-Performer unter den Währungspaaren der letzten Woche war der australische Dollar. Die meist-verkaufte Währung war der japanische Yen. Dies malt ein recht eindeutiges Bild des Sentiments an der Wall Street. Warum? 

 

Lasst uns dazu noch einmal ins Gedächtnis rufen, dass der australische Dollar – durch die starke Abhängigkeit der australischen Wirtschaft von China – sehr stark von den Geschehnissen des Handelsstreits beeinflusst wird.

 

Wenn der Handelsstreit eskaliert, dann wird auch zumeist der AUD verkauft. Glätten sich die Wogen oder gibt es sogar Fortschritte, dann wird der AUD gekauft. Und letzte Woche schienen sich die Amis und die Chinesen einen Ruck zu geben und es noch einmal miteinander zu versuchen.

 

Teil 2

 

Diese Entwicklungen steigerte bei Marktteilnehmern natürlich die Sehnsucht nach frischen Risikotrades und so stieg nicht nur der AUD, sondern auch die Aktienmärkte. Innerhalb der Aktienmärkte fanden sich zyklische Sektoren, wie Materialien und Energie unter den Top-Performern. 

 

Und welche Finanzinstrumente werden in so einer Umgebung verkauft? Na – dies wisst Ihr nun schon… Genau! Der JPY und Gold. Und genau deswegen haben wir eine wahre raketenartige Explosion im AUD/JPY gesehen. Daraus ergibt sich eine technisch attraktive Situation. 

 

Teil 2.

 

Wir sind nun deutlich aus der Widerstandszone nach oben ausgebrochen und haben bis zum oberen Rand des langfristigen Abwärtstrends – je nach Schnelligkeit der Bewegung – 40 bis 60 Pips Raum.

 

Teil 3

 

Wir sehen, dass wir hier nicht nur Widerstand beim oberen Abwärtstrendrand entgegenblicken, sondern auch zur letzten Widerstandszone bei 73.84 – 74.30.

 

Wenn Ihr also glaubt, dass das Risk-On Sentiment zu Beginn dieser Woche anhält, dann könnt ihr mit einer long AUD/JPY Position noch eine ordentliche Menge Pips rausholen. Sollten wir die obere Abwärtstrendlinie zusammen mit der Widerstandzone brechen, dann haben wir ca. 150 Pips Aufwärtspotenzial.

 

Solltet Ihr nicht daran glauben, dass das Risk-On Sentiment nachhaltig ist, dann wäre der Aufbau einer short Position innerhalb der nächsten 40-60 Pips sinnvoll. Das Ziel wäre dann der US-Bereich um die 71.15. Dies wäre ein Potenzial von rund 300 Pips! 

 

Wir halten also fest, dass wir uns letzte Woche innerhalb eines Risk-On Sentiments bewegt haben. Haben die Events am Wochenende diese Stimmung verändert?

 

Teil 4

 

WSI Wochenend Review 

 

Einen ersten Datenpunkt haben wir bereits heute bekommen. Und dieser kommt aus China – ein Hauptfokuspunkt der Wall Street. Heute wurden die Handelsbilanzzahlen für den August veröffentlicht. 

 

Diese Daten bestehen aus Importen und Exporten. Wir bekommen durch diese Zahlen also einen Einblick in die Nachfrage der Chinesen nach internationalen Waren (Importe), aber auch in die internationale Nachfrage nach chinesischen Waren (Exporte). 

 

Exporte wurden bei +2.0% erwartet. Die tatsächliche Zahl verfehlte den Konsens drastisch und lag bei -1.0%. Warum ist dies so signifikant? Wir sagen es Euch: Erinnert Ihr Euch an die Trump Zölle? Am 01.09.2019 – also vor ca. einer Woche – wurden chinesische Waren mit 15% Zöllen belegt. Sehen wir hier also einen ersten Einbruch in der Nachfrage nach chinesischen Produkten?

 

Importe brachen um 5.6% ein. Der Konsens lag bei -6.0%. Die Zahlen fielen also leicht besser aus als erwartet, jedoch war dies der vierte Rückgang in Folge.

 

Die chinesischen Daten – gleich zu Beginn der Woche – könnte Schatten über das Risk-On Sentiment der letzten Woche werfen. Innerhalb dieses Sentiments könnte der AUD unter Druck kommen. Der kleine Bruder (NZD) könnte ebenfalls korrigieren.

 

Werfen wir also einen Blick auf den Aussie. Dieser ist ganz klar aus der Widerstandszone ausgebrochen. Die Wahrscheinlichkeit einer Korrektur in den Bereich von 0.6800 – 0.6823 steigt nun also. Sollten wir diese US-Zone halten und die Sorgen um China schnell wieder verpuffen, dann hätten wir ca. 150 Pips Luft bis zum oberen Rand des Abwärtstrendkanals.


Teil 4.

 

Eine interessante Situation ergibt sich ebenfalls im USD/JPY. Wenn wir in einen Risk-Off Modus geraten und der JPY wieder gekauft wird, dann koinzidiert dies mit der starken Widerstandszone bei 106.66 – 107.25. Sobald wir den 200 MA nachhaltig unterschreiten, steigt das Abwärtspotenzial.

 

Teil 5

 

Mit diesem Wissen können wir uns nun auf die Ereignisse der nächsten Woche fokussieren.

 

 Währungsregion: Europa & Co. 

 

Mega-Event EZB Meeting 

 

DAS Event, auf welches die Wall Street, wir und Ihr lange gewartet haben, ist das EZB Meeting und die anschließende Pressekonferenz diesen Donnerstag. Um 13:45 Uhr bekommen wir das Statement mit der eigentlichen Entscheidung. Um 14:30 Uhr tritt Draghi dann vor die Kameras. 

 

Die Erwartungen des Marktes sind hoch. Generell erwartet die Wall Street, dass die EZB ein umfangreiches Anleihenkaufprogram mit einem 0.10% Zinsschritt nach unten liefern wird:

 

 

Teil 6

 

In letzter Zeit haben wir aber viele Aussagen von stimmberechtigten EZB Mitgliedern bekommen, welche uns ein wenig an einem großen Liquiditätsprogram der EZB zweifeln lassen. Dennoch sind die Erwartungen an Draghi & Co. sehr hoch. 

 

Das Risiko für den EUR liegt also eher nach oben hin als nach unten. Bedeutet: Der Raum für eine Enttäuschung seitens der EZB ist sehr hoch. Sollten wir kein ausführliches Programm bekommen, dann könnten EUR-Paare nach oben schießen.

 

In diesem Fall wird es dann extrem auf Draghi’s Pressekonferenz ankommen. Sollte es hier keine Aussicht auf weitere Maßnahmen der lockeren Geldpolitik geben, dann würden EUR-Paare weiter steigen. Verlasst Eure Monitore nach der ersten Entscheidung der EZB um 13:45 Uhr nicht voreilig. Draghi könnte für mega Vola sorgen.

 

Im Laufe der Woche werden wir Euch eine Analyse zu möglichen Szenarien liefern. Bis zum EZB Zinsentscheid wird es keine wichtigen Daten für den Euro geben.

 

Der EUR/USD befindet sich in H4 momentan weiterhin in einem geordneten Abwärtstrend. Sollten wir nach oben hin ausbrechen, dann müssen wir auch den 200 MA überwinden. Sollten wir dies nicht schaffen, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass wir in den Abwärtstrend zurückfallen. 

 

Brechen wir nicht aus, dann müssen wir den US-Bereich bei 1.1018 – 1.1027 unterschreiten, um wieder in den Bereich bei 1.0950 zu fallen.

 

Teil 7 

 

 Währungsregion: USA & Co 

 

Diese Woche beginnt die „Blackout Periode“ der US-Notenbank. Bedeutet: Wir bekommen keine Einschätzungen von FED-Mitglieder vor dem Zinsentscheid am 17. + 18. September mehr. Umso wichtiger werden nun Wirtschaftsdaten aus den USA. 

 

Die 2 Hauptevents dieser Woche sind US Inflationsdaten am Donnerstag und US Einzelhandelsumsätze am Freitag. Bekommen wir hier weiterhin starke Daten, würde dies die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinssenkungen – nach dem EINEM wohl sicheren Zinsschritt diesem Monat – senken. Der USD sollte also stärker werden. 

 

Sollten wir 2 extrem schwache Datenpunkt bekommen, dann steigen die Wahrscheinlichkeiten auf weitere Zinssenkungen. Die Frage ist: Liegen die Datenpunkte so weit unter dem Konsens, dass ein Umdenken in Powells Gehirnzellen stattfindet? 

 

Die Chancen dafür sind eher gering, denn 2 Datenpunkte allein werden kein Umdenken stattfinden lassen. Dennoch könnten extrem schlechte Daten zur USD-Verkaufsdruck führen, welchen wir für uns ausnutzen sollten. 

 

Teil 8

 

 Der WSI MEGA Trade 

 

Am Donnerstag gibt es das Potenzial für einen – oder mehrere – MEGA Trades im EUR/USD. Denn um 13:45 Uhr gibt es den Zinsentscheid der EZB, gefolgt von US Inflationsdaten und dem gleichzeitigen Start von Draghis Pressekonferenz um 14:30 Uhr. Es wird hier also spannend und wir werden für Euch. 

 

Welche Tradingszenarien die Wall Street für den EUR/USD auf Ihren Premium Watchlisten hat, werden wir Euch noch vor Donnerstag präsentieren. 

 

Währungsregion: Australien & Co. 

 

Wir blicken auf einen leeren Datenkalender für den Aussie und Kiwi – zumindest stehen keine volatilitätsauslösenden Events an. Die beiden Währungen werden also weiterhin sehr stark vom generellen Marktsentiment getrieben werden. Die genaue Beziehung haben wir weiter oben bereits beschrieben. 

 

Der japanische Yen muss diese Woche dagegen eine ganze Reihe von Datenpunkten verdauen. Einer der wichtigsten Datenpunkte wird das Bruttoinlandsprodukt gleich morgen Früh um 01:50 Uhr sein. Die Erwartungen liegen hier bei +1.3% y/y. 

 

Hier für noch einmal die Visualisierung der US Daten zusammen mit dem Japan BIP

 

Erwartet jedoch hier kein Kursfeuerwerk. Denn die BoJ wird Ihren geldpolitischen Kurs höchstwahrscheinlich nicht ändern. Hierzu bräuchten wir eine ganze Reihe negativer Datenpunkte. 

 

Der Yen wird diese Woche also viel mehr vom vorherrschenden Risikosentiment getrieben werden. Sollten die Zahlen aus China von heute wirklich ein Risk-Off Sentiment auslösen, dann wird der JPY gekauft werden und der USD/JPY fällt. 

 

Natürlich ist und bleibt der Haupttreiber die Schlagzeilen zum Handelsstreit. Die Gespräche zwischen China und den USA sind für den Oktober offenbar weiterhin geplant und die letzten Schlagzeilen waren absolut positiv. Wie es hier weitergeht wird – wie in den letzten Monaten – die generelle Risikobereitschaft der Wall Street Trader diktieren. 

 

Achten wir heute also genau darauf, was um 23 Uhr passiert. Ein noch besseres Gefühl bekommen wir, sobald Frankfurt morgen gegen 07:00 Uhr anfängt die Trigger-Finger zu dehnen. 

An dieser Stelle vielen Dank an das WSI Team.
Ende des WSI Previews
WSI-Team:
Hier gehts zu WSI
(Click)

Nun zum Technischen im XDAX:

 
RSI ist ein Counter und ein schönes Werkzeug zum erfassen von Korrekturen und T
rendwenden.

Auf der Zeiteinheit 1-Std kommen wir aus der überkauften "Zone" und sind auf dem Weg in die überverkaufte "Zone". (RSI) (Signalstärke: Mittel/Stark - short).

 

Auf der Zeiteinheit 4-Std kommen wir aus der überkauften "Zone" und sind auf dem Weg in die überverkaufte "Zone". (RSI) (Signalstärke: Mittel/Stark - short).

 

Auf der Zeiteinheit 1-Tag kommen wir aus der überverkauften "Zone" und sind auf dem Weg Richtung überkaufte "Zone" (RSI) (Signalstärke: Mittel/Stark - long).

Heiken Ashi ist ein Trendfolger und sollte in diesen Märkten Beachtung finden.
Heiken Ashi H1 = Long.

Heiken Ashi H4 = Long.
Heiken Ashi D1 = Long. 


Wichtig ! Im Chart findet Ihr immer 2-3 Varianten (Bsp Var.1 / Var.2) des geschätzten Kursverlaufs. Wichtig hier bei sind Ziel, Widerstands und Unterstützungszonen.

Alle wichtigen Wirtschaftstermine findet Ihr wie gehabt in unserem (Click)->  Terminkalender

  

 

 

 Viel Erfolg und unerträgliche Gewinne wünscht euch euer Daytrader-Live Team !

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